Schüssler Salze Nr.12 Calcium Sulfuricum

Schüssler Salze Nr.12 finden sich in den Gelenken. Hier haben sie die Aufgabe, beim Aufbau von Knorpeln und Bindegewebe zu helfen. Der deutsche Name vom Schüssler Salze Nr.12 ist Gips, der Wirkstoff heißt mit genauer Bezeichnung Calcium sulfuricum. Aber nicht nur in den Knorpeln ist dieses Salz zu finden. Es ist ebenso in der Galle, den Muskeln und in der Leber vorhanden. Bei einem Fehlen dieses Salzes hat der Patient häufig brennende Schmerzen und eine Haut weiß wie Gips. Bei einer Einnahme von Calcium sulfuricum kommt es zu einer Linderung der Schmerzen. Eingesetzt wird das Schüssler Salze Nr.12 bei Eiterungen. Krankheiten wie eitriger Angina, Nebenhöhlenvereiterungen oder eitrige Bronchitis hilft es zu heilen. Wärmt der Patient die betroffene Stelle, kommt es zu einer Verschlimmerung der Beschwerden. Kühlt er sie dagegen, empfindet er es als Erleichterung.

 

Einnahme des Schüssler Salze Nr.12

Nachdem die Schüssler Salze auf dem Prinzip des Konzentrationsausgleichs arbeiten, ist ein schneller Transport an die betroffenen Stellen nötig. Das geschieht am besten über die Blutbahn. Aufgrund der hohen Potenzierung können die Wirkstoffe problemlos durch die Zellwände wandern. Dies ist zum Beispiel bei der Aufnahme über die Mundschleimhaut der Fall. Der Patient legt dazu eine Tablette unter die Zunge, wo die Haut sehr dünn ist, und lässt sie langsam zergehen. Eine andere Möglichkeit ist die Einnahme als Lösung. Dazu sind die Tabletten, in diesem Fall die Tagesdosis, in heißem Wasser aufzulösen. Beim Umrühren der Lösung darf der Betroffene keinen Metalllöffel verwenden. Die Salze sind Mineralien und bewirken mit Metall eine Reaktion. Deshalb sollte ein Plastik- oder Holzlöffel verwendet werden. Die Lösung ist nach dem Erkalten in kleinen Schlucken über den Tag verteilt zu trinken.

 

Dosierung der Salze

Schüssler Salze Nr. 12Die normale Dosis der Schüssler Salze Nr.12 beträgt zwischen sechs und zehn Tabletten am Tag. Diese verteilen sich auf zwei- bis dreimal am Tag. Kurzzeitig, längstens zwölf Stunden, kann die Dosis auf eine Tablette alle fünf bis 15 Minuten erhöht werden. Dies allerdings nur bei akuten Beschwerden. Danach ist sie wieder auf die normale Dosis zu reduzieren. Schüssler Salze haben den Vorteil, dass sie keine Nebenwirkungen zeigen. Ebenso beeinflussen sie nicht die Einnahme konventioneller Medizin. Sie können allerdings den Arztbesuch bei undefinierbaren oder schwereren Erkrankungen nicht ersetzen. Unterstützend wirken die Schüssler Salze bei der Heilung von Krankheiten, bei chronischen Beschwerden, die sie nachhaltig lindern können. Ebenso helfen sie Sportlern, den Mineralien-Haushalt ausgeglichen zu halten und Abnehmwillige bei einer Diät. Die Einnahme von den Salzen bewirkt eine Entsäuerung des Körpers, die Anregung für vermehrten Zellstoffwechsel und die Stärkung des Immunsystems.

 

Doktor Wilhelm Heinrich Schüssler

Erforscht hat die Schüssler Salze der Allgemeinmediziner und Homöopath Doktor Schüssler. Er wurde in der ersten Hälfte des 19. Jahrhunderts in Bad Zwischenahn im Oldenburger Land geboren. Zur Zeit seiner Studien wurde die Zelle entdeckt. Auf dieser Grundlage entwickelte Schüssler seine biochemischen Theorien. Er fand zwölf sogenannte „Funktionsmittel“, eben die hauptsächlichen Schüssler Salze. Seine Schüler erforschten weitere Salze, die Ergänzungssalze zu den herkömmlichen Schüssler Salzen. Ihre Wirkung ist noch nicht vollständig bekannt, sie können in bestimmten Gebieten aber gute Erfolge erzielen.